Barghuti: "Palästinensische Spaltung ist Verbrechen"
RAMALLAH (inn) - Die Friedensverhandlungen mit den Israelis sind gescheitert - deshalb müssten die Palästinenser Kampagnen für einen eigenen Staat starten. Diese Ansicht äußerte der in Israel inhaftierte Fatah-Führer Marwan Barghuti in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.
Kommentar: 5.000 weitere Siedlungen in Ost-Jerusalem geplant
Die Stadtverwaltung von Jerusalem hat die Pläne für den Bau weiterer 5.000 Siedlungen in dem 1967 von Israel völkerrechtswidrig annektierten arabischen Ostteil der Stadt angekündigt. Gemäß internationalen Agenturen werden einzelne Wohnungen in Jerusalem neuerdings als "Siedlungen" bezeichnet, die nach internationalem Völkerrecht als "illegal" gelten.
Polizei: Jüdischer Angriff auf Araber offenbar terroristisch motiviert
JERUSALEM (inn) - Ein jüdischer Teenager hat am Donnerstagnachmittag in Jerusalem einen Araber mit einem Messer angegriffen. Der Mann wurde mittelschwer am Unterleib verletzt. Die Polizei geht von einem nationalistischen Motiv aus.
Proteste gegen Auftritt des iranischen Botschafters in Berliner Schule
BERLIN (inn) - Die Entscheidung einer Berliner Privatschule, den iranischen Botschafter, Ali Reza Scheikh Attar, für ein Grußwort einzuladen, hat umgehend zu scharfen Protesten geführt. Diese formierten sich im Rahmen der deutsch-iranischen Lehrerkonferenz, die von der Schule der Königin-Luise-Stiftung ausgerichtet wird.
Nasrallah bleibt Hisbollah-Führer
BEIRUT (inn) - Die Hisbollah hat Scheich Hassan Nasrallah zum sechsten Mal in Folge zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Dies teilte die schiitische Miliz am Donnerstag mit. Der 49-Jährige hat den Posten seit Februar 1992 inne.
Iran-Konferenz in Berlin
BERLIN (inn) - Vom 28. bis 29. November lädt das Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB) zur internationalen Iran-Konferenz "Time to act" ein. Dort diskutieren Experten, Politiker und Aktivisten aus Deutschland, den USA und Israel über aktuelle landesspezifische Fragen. Zu Gast ist auch die britische Parlamentarierin Gisela Stuart.
"Ägypten hat Staat Palästina akzeptiert"
KAIRO (inn) - Ägypten anerkennt bereits den palästinensischen Staat, den die PLO 1988 ausrief. Allerdings müsse noch festgelegt werden, "wie jener Staat begrenzt wird", sagte Außenminister Ahmad Abul Gheit am Mittwoch.
Weniger Hotelgäste im Westjordanland
RAMALLAH (inn) - In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben 168.582 Gäste in Hotels im Westjordanland übernachtet. Die Belegungsrate der Hotels lag damit bei 26 Prozent - im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren dies noch 34 Prozent.
Estland eröffnet Botschaft in Israel
TEL AVIV (inn) - Estland hat am Mittwoch eine Botschaft in Tel Aviv eröffnet. Es ist die erste diplomatische Vertretung des baltischen Staates im Nahen Osten.
Peres reist mit Neueinwanderern aus Südamerika zurück
SÃO PAULO (inn) - Israels Staatspräsident Schimon Peres hat seinen Besuch in Lateinamerika abgeschlossen. Bei seiner Rückreise am Mittwoch begleiteten ihn 25 Immigranten aus Brasilien, Uruguay, Peru und Argentinien.
Nach Raketenangriff: Israel bombardiert Schmuggeltunnel
RAFAH (inn) - Die israelische Armee hat am frühen Donnerstagmorgen drei Ziele im südlichen Gazastreifen angegriffen. Dabei wurde jedoch niemand verletzt. Das Militär reagierte damit auf palästinensischen Raketenbeschuss vom Mittwoch.
Frankreichs Außenminister erwartet israelische Geste gegenüber Abbas
JAFFA (inn) - Der französische Außenminister Bernard Kouchner sieht in dem Ausbau des Jerusalemer Stadtviertels Gilo kein Hindernis für den Friedensprozess. Die Entscheidung Israels für die Baugenehmigung sei zwar bedauerlich, sie müsse jedoch die Parteien nicht daran hindern, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sagte Kouchner am Mittwoch vor Journalisten in Jaffa.
Höß-Enkel will Nachlass an Yad Vashem verkaufen
JERUSALEM / BERLIN (inn) - Der Enkel des ehemaligen Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß hat versucht, den Nachlass seines Großvaters an Yad Vashem zu verkaufen. Die Gedenkstätte für Holocaustopfer lehnte das Angebot von Rainer Höß ab.
Palästinensische Gruppe verspricht Belohnung für Entführung von Soldaten
GAZA (inn) - Die palästinensische Wohltätigkeitsorganisation "Wa´ad" aus dem Gazastreifen hat am Mittwoch eine E-Mail versandt und darin eine hohe Belohnung für die Entführung von israelischen Soldaten versprochen. Die Gruppe steht der radikal-islamischen Hamas nahe.
Weltweiter Korruptionswahrnehmungsindex: Israel auf Platz 32
BERLIN (inn) - Israel belegt bei einer Studie zur Wahrnehmung von Korruption in 180 Ländern Rang 32. Damit konnte es sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz verbessern. Das geht aus dem diesjährigen "Korruptionswahrnehmungsindex" (CPI) hervor, den die nichtstaatliche gemeinnützige Organisation "Transparency International" am Dienstag veröffentlicht hat.
Israelischer Komponist gibt Konzert in Mainz
MAINZ (inn) - Die "Anni Eisler-Lehmann Stiftung" veranstaltet am Sonntag anlässlich des zehnten Todestages der Stifterin ein Gedenkkonzert. Dort tritt der israelische Komponist Gilad Hochman auf.
Noam und Noa sind die beliebtesten hebräischen Vornamen
JERUSALEM (inn) - Noam und Noa waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen für jüdische Babys in Israel. Bei den arabischen Israelis lagen für Jungen verschiedene Namensformen von Mohammed vorn, für die Mädchen war Hala die Nummer eins. Das gab das Zentralbüro für Statistik am Dienstag bekannt.








